Neuer Blog-Artikel: Innovative Lösungen mit dem Open Source ERP-System Dolibarr

Innovation und ERP – Wie passt das zusammen?

Unsere These lautet: Wer als kleineres Unternehmen auf besonders fortschrittliche und zukunftssichere Business Management Software angewiesen ist, sollte sich gerade deshalb mit freien Open Source-Lösungen beschäftigen.

Warum das so ist zeigen wir am Beispiel von Dolibarr in unserem Blog-Artikel. Dort stellen wir einige der interessanten Features vor, die deutlich über den Standard der klassischen ERP-Lösungen hinausgehen: Innovative Lösungen mit dem Open Source ERP-System Dolibarr

Dieses Innovationspotential halten wir für eine Entscheidung zugunsten von Dolibarr für viel wichtiger, als die Tatsache, dass der Einsatz lizenzkostenfrei („gratis“) ist. Wie seht Ihr das Thema?

Joachim

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Sehr gut. Mehr davon.
Was ich gerade im Rahmen meiner internationalen/mehrsprachigen Arbeit besonders interessant finde, ist dass es mit Dolibarr möglich wird je nach User seine eigene Sprachoberfläche und PDF-Ausgaben zu haben und in Kombination mit dem Modul Multicompany auch verschiedene Auslandsfilialen und/oder dritte Partner in ihrer jeweiligen Landessprache und Buchhaltung graduell in die ERP-Abwicklung einbezogen werden können. Da ich auch mit öffentlichen Fördermitteln arbeiten, bin ich gerade noch dabei zu schauen, wie sich das am besten integrieren lässt. Dem Dolibarr-Projektmodul fehlen da leider noch ein paar Optionen um den besonderen Ansprüchen der Geber-Vorgaben gerecht zu werden.

Hallo ChoY,

danke für die Rückmeldung. Das klingt nach einer spannenden Anwendung. Hast du weitere Informationen zu dem Vorhaben und zu den Anforderungen an das Projektmodul? Die Erweiterung des Projektmoduls für das Veranstaltungsmanagement hat ja gezeigt, dass grundsätzlich sehr interessante Abwandlungen der Grundfunktionalität möglich sind.

Gruß

Joachim

Hey Danke für den Beitrag,
das mit den Projekten schaue ich mir nun noch einmal genauer an.
Ich hatte es wieder deaktiviert, da ich dachte, ich muss nun jeden Auftrag darüber erfassen,
aber dem ist ja gar nicht so. Insofern ein Feature, was ich mir eigentlich sogar wünschte.
Würde Dolibarr nun noch die Verwaltung der Kalender via caldav hinbekommen,
hätte man hier einen durchaus guten Überblick auch auf anderen Geräten
und mit anderen Mitarbeitern und weiteren Personen.

Danke und Gruß
Percy

Zu den Kalendern eine Rückfrage: Was fehlt Dir denn da genau? Ich kann über die vorhandenen iCal-URLs sowohl meinen Dolibarr-Kalender in Google integrieren, z.B. um alle Termine auf dem Handy zu haben, als auch umgekehrt, mir alle Termine meines Google-Kalenders (den ich für Dinge verwende, die ich nicht über Dolibarr manage) auch im Dolibarr-Kalender anzeigen lassen. Das einzige, was nicht funktioniert, ist jeweils der schreibende Zugriff auf den anderen Kalender. Dafür hält man sich aber einen Synchronisations-Albtraum mit ziemlich vielen Fehlerquellen vom Hals.

Okay, das muss ich nochmals ausprobieren.
Obwohl ich mit caldav in anderen Anwednungen wie Nextcloud etc. keine weiteren Probleme habe. daher frage ich mich, woher dein Sync-Albtraum kommt.

Der Synch-Albtraum hängt von der eingesetzten Software ab: die CalDav-Spezifikation ist einigermaßen komplex und wird von verschiedenen Applikationen leicht unterschiedlich interpretiert und implementiert. Wenn man auf den Kalenderdaten also verschiedene Applikationen werkeln lässt und dann noch unterschiedliche Zeitzonen, Sommerzeiten und Serientermine mit diversen Wiederholungsregeln hinzukommen, kann es interessante Effekte bei den Terminen geben :wink:

Okay, ich hatte höchstens mal, dass iOS/Mac OS erst nicht recht die Verknüpfung fressen wollten, aber danach lief eigentlich alles glatt.
In meiner kleinen Welt gibt’s nur eine Zeitzone. :slight_smile:

Probiert es mal mit CardDAV / CalDAV / ICS synchronization
Oder direkt ohne shopping bei GitHub - Befox/cdav: Dolibarr module to access calendars and address book from CalDAV/CardDAV tools
Ich nutze es zur Adresssynchronisation mit thunderbird - geht ganz gut.

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Bei Arbeiten mit öffentlichen Mitteln ist in der Regel die ganze Projektdefinition und Aktionsplan auf einen sogenannten „Logischen Rahmen“ aufgebaut. Meist angliziert „LogFrame“ genannt. Grob gesagt ist es ein Stufenplan mit Obersten Zielen, Spezifischen Zielen, Erwarteten Resultaten und einem budgetierten Aktionsplan auf dem alles basiert. Das Ganze wird begleitet von intern messbaren Ergebnissen und extern verifizierbaren Wirkungen. Im Web findet sich dazu jede Menge Literatur. -
Das Dolibarr Projekt/Aufgaben Modul kann Budget, Personal, Ausgaben und Aktionen und anderen physische Zahlen eines Projektes recht gut abbilden, ist aber nicht so gut daran die Impakt und Qualität zu messen. Will sagen, was hat das Projekt bei der Zielgruppe, den Begünstigten, den Kunden bewirkt. Dafür wie auch für den Abgleich mit dem permanenten obengenannten Logframe suche ich noch Lösungen.
PS Ein Logframe kann man in gewisser Weise auch als Business-Plan lesen. Er ist aber vor allem geeignet für Non-Profit und staatliche Aktionspläne/Haushaltspläne.

Da ich mit internationaler Entwicklungszusammenarbeit und den öffentlich geförderten Projekten bisher keine Bezugspunkte hatte, war für mich das Schlagwort LogFrame tatsächlich neu. Habe inzwischen mal ein wenig im Internet dazu quergelesen - ist ein interessantes Themengebiet und ja auch mit Management by Objectives (MBO) eng verwandt, wo es dann für mich vertrautere Gefilde sind (wobei MBO ja momentan oft durch Objectives and Key Results (OKR) abgelöst wird…).

Der Planungs- und Reporting-Aspekt ist in Dolibarr bisher insgesamt noch nicht sehr ausgeprägt. Vermutlich würde es beim LogFrame auf ein zusätzliches Modul rauslaufen, in dem man die LogFrame-Matrix erstellt und dann regelmäßig den Fortschritt erfasst. Das neue Modul zum Veranstaltungsmanagement (auch wenn das ein völlig anderes Thema ist) zeigt, wie flexibel sich das Thema Projekt in Dolibarr interpretieren und abwandeln lässt.

Falls man das etwas generischer MBO- oder OKR-tauglich machen könnte, wäre die Zielgruppe vielleicht deutlich größer und es würde evtl. mehr Mitstreiter geben.